Aktuelle Nachrichten

Wegen der Corona-Pandemie sind unsere Vereinsaktivitäten momentan sehr eingeschränkt. Insbesondere können wir uns vorerst nicht mehr persönlich treffen. Deshalb wollen wir wichtige Informationen hier bekanntgeben.

Die Entwicklung der Bienenvölker:

Die Tracht in unserer Region (Vorderpfalz) geht  zu Ende. Linde, Brombeere und Edelkastanie sind am Verblühen, stellenweise blühen noch Phaceliaoder Sonnenblumen auf landwirtschaftlichen Flächen. Aber die Völker nehmen nicht mehr zu sondern werden leichter. Das zeigen die Stockwagen in Schifferstadt (Nr. 434) oder Dudenhofen (Nr. 479). Die Völker sollten also bald abgeerntet werden. Aber nach der Saison ist vor der nächsten Saison! Das heißt, die Völker müssen jetzt auf den Winter vorbereitet werden. 

Mit nachlassender Tracht geht auch die Vermehrung der Bienen zurück. Die Vermehrung der Varroamilbe geht ungebremst weiter. Deshalb ist jetzt nach der Honigernte die Befallsentwicklung unbedingt zu beachten. Das geht am einfachsten mit Bodeneinlagen. Wenn bei einem Volk mehr als 5 Milben pro Tag auf der Bodeneinlage gefunden werden, besteht akuter Handlungsbedarf! Bei passender Wetterlage (-> "Varroawetter" bei www. bienenkunde.rlp.de) müssen diese Völker baldmöglichst behandelt werden. Das Mittel der Wahl ist jetzt die zugelassene 60 prozentige Ameisensäure ad us. vet. im Verdunstungsverfahren, da sie auch in die verdeckelte Brut wirkt.

Ausserdem müssen die Völker dann allmählich aufgefüttert werden. Die Bienen, die jetzt in der Natur keinen Nektar mehr finden, sollen sich mit dem Einlagern des Winterfutters beschäftigen. Damit sollen nicht die Winterbienen belastet werden, die ab Ende August schlüpfen. Zum Füttern bietet uns der Imkerbedarfshandel Bienenfuttermittel an. Aber auch Haushaltszucker aus dem Supermarkt ist ein bewährtes preiswertes Bienenfutter, vor allem wenn man ihn im Sonderangebot kauft. Man muß ihn allerdings noch in Wasser auflösen, z.B. 3 kg Zucker auf 2 Liter Wasser ergeben 4 Liter Lösung. Beim Sirup kauft man das enthaltene Wasser mit. Wenn man z. B. 10 kg Zucker füttern will, entspricht das ca. 10 Liter Sirup (ca. 14 kg). 2.6. ek

Wandern mit Bienen:

Im Landkreis Germersheim ist ein Faulbrut-Sperrgebiet eingerichtet worden. Wer eine Wanderung dorthin geplant hat, sollte sich vorher beim Veterinäramt oder der Kreisverwaltung erkundigen. 10.5.20 ek

Ein neues Faulbrut-Sperrgebiet wurde in Böhl-Iggelheim eingerichtet. Wer Völker oder Ableger kauft oder wandert, sollte sich grundsätzlich beim Bienensachverständigen oder der zuständigen Kreisverwaltung über die aktuellen Faulbrut-Sperrgebiete informieren. Ein aktuelles Gesundheitszeugnis beim Völkerkauf oder Wandern ist eine Selbstverständlichkeit! 15.6.20 ek