Aktuelle Nachrichten

Wegen der Corona-Pandemie sind unsere Vereinsaktivitäten noch immer sehr eingeschränkt. Insbesondere können wir uns vorerst nicht mehr persönlich treffen. Deshalb wollen wir wichtige Informationen hier bekanntgeben.

Tierseuchenkasse: Beitragspflicht ab 2021

ab dem kommenden Jahr müssen wir Imker wieder Beiträge an die Tierseuchenkasse zahlen. In den letzten Jahren waren die Imker davon freigestellt. Der Jahresbeitrag soll sich voraussichtlich auf 10 € pro Imker belaufen. Jeder Imker muß sich selbst darum kümmern. Das Meldeformular der Tierseuchenkasse gibt es hier. (4.12.ek)

Bienenwachs - Umarbeitung

Zu den Winterarbeiten zählt das Vorbereiten der Rähmchen für die kommende Saison. Wenn man dafür Mittelwände aus dem eigenen Bienenwachs verwendet, schützt man sich vor Verunreinigungen oder Verfälschungen.

Eine Möglichkeit ist, das eigene Wachs selbst zu Mittelwänden zu verarbeiten. Dazu verfügt der Imkerverein über eine Gießform für Zandermaß. Bei Bedarf kann diese am Lehrbienenstand benutzt werden - nach Absprache mit dem Vorstand.

Man kann sein eigenes Wachs auch professionell umarbeiten lassen - zum Beispiel bei der Wachsmanufaktur BienenPlus in Münchweiler bei Pirmasens. Unser Vereinsmitglied Michaela Müller fährt dort regelmässig hin und kann Wachs mitnehmen. Zum Angebot von BienenPlus geht es hier.

Beim "traditonellen" Wachsumtausch erhält man üblicherweise Mittelwände aus fremdem Wachs. Dabei sollte man sich zumindest nach der Herkunft des Wachses oder einer Analyse erkundigen. (4.12.ek)

Was ist am Bienenstand jetzt zu tun?

Wichtig ist im Dezember die Kontrolle des Varroamilbenbefalls bei den Völkern. Also jetzt nochmal die Unterlagen unter die Siebböden einlegen und zählen, wieviele Varroamilben herunterfallen! Man legt die Unterlage ein und zählt nach ca. 5 Tagen die heruntergefallenen Milben. Das Ergebnis teilt man durch die Anzahl der Tage.

Findet man bei einem Volk mehr als 1 Milbe pro Tag, sollte es behandelt werden. Dadurch kann man dafür sorgen, daß die Völker mit einer niedrigen Milbenbelastung in die neue Saison starten. Zur Behandlung bietet sich im Winter die Träufelbehandlung mit Oxalsäure an. Das optimale Zeitfenster dafür ist die brutfreie Phase der Völker im Dezember. Nach Ende Dezember ist die Behandlung nicht mehr sinnvoll und auch nicht mehr zugelassen. Oxalsäurepräparate sind nicht mehr apothekenpflichtig, man bekommt sie jetzt auch im Imkerbedarfshandel. Durch Zugabe von Zucker nach Gebrauchsanweisung erhält man die 3,5 %ige Träufellösung, die dann allerdings nicht mehr lange haltbar ist. Nur eine Träufelanwendung pro Jahr ist bienenverträglich und mehr ist auch nicht zugelassen.

Zugelassen ist jetzt auch eine Sprühanwendung mit Oxalsäure. Diese bietet sich vor allem im Frühjahr und Sommer bei der Ablegerbildung an. Dazu wird ein Oxalsäurepräparat angeboten, das man für beide Anwendungen verwenden kann. Durch Zugabe einer bestimmten Menge Zucker erhält man die Träufellösung. Mischt man die Oxalsäure stattdessen mit Wasser, erhält man die Sprühlösung. Diese Lösungen sind genau nach der Gebrauchsanweisung herzustellen und anzuwenden. (25.11.ek)