Imkerverein Speyer
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Unsere Einsteiger-Arbeitsgemeinschaft

Wir treffen uns einmal im Monat an einem Samstag-Nachmittag am Lehrbienenstand. Das erste Treffen im März ist eine allgemeine theoretische Einführung in die Grundlagen der Bienenhaltung. Bei den folgenden Treffen führen wir gemeinsam die Arbeiten an den vereinseigenen Bienenvölkern durch, wie sie im Laufe der Saison anfallen. 

Es handelt sich also um ein Imkern auf Probe mit niedrigem Einstieg. Wer sich für dieses Hobby interessiert, kann so erste Erfahrungen mit Bienen sammeln und feststellen, ob es das passende ist. Natürlich kann man auch jederzeit wieder aussteigen.  Folgender Ablauf ist geplant:

Februar: Einführung, theoretische Grundlagen

März: Frühjahrsnachschau

April: Erweiterung, Baurahmen

Mai: Schwarmkontrolle, Ablegerbildung, Königinnenaufzucht

Juni: Honig Ente und Verarbeitung

Juli/August: Varroabehandlung Wirtschaftsvölker, Spätsommerpflege

September: Varroabehandlung Jungvölker, Einwinterung, Bienenkrankheiten

November/Dezember: Winterbehandlung, Wachs, Rechtliches, Teilnehmerzertifikate

Regionaler Honig

Die mehr als 500 Bienenvölker unserer Imker sind in der Region in und um Speyer herum verteilt. Im Umkreis der Bienenstände sind unsere Bienen unermüdlich unterwegs, um Nektar und Pollen zu sammeln. Dabei übertragen sie den Blütenstaub von einer Blüte zur anderen und sorgen für reichen Fruchtansatz bei unseren Obstarten und für die Frucht- und Samenbildung bei vielen Wildpflanzen. 

Regionaler Honig ist also einerseits ein wertvolles Lebensmittel aus der Natur und andererseits eine Möglichkeit, die Bienenhaltung am Ort zu unterstützen. Wenn Sie Ihren Honig beim Imker in Ihrer Nähe kaufen, tun sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

Vielfalt der Honigsorten

In unserer Region werden verschiedene Honigsorten geerntet, die eine Vielfalt von Geschmackserlebnissen bieten:

Frühjahrsblütenhonig wird nach der Blüte von Ahorn, Obstarten, Löwenzahn und anderen Frühblühern geerntet. 
Sommertrachthonig entsteht aus dem Nektar der Sommerblüher wie Brombeere und Linde, manchmal auch mit einem Anteil von Blatthonig.
Sortenhonige wie Raps-, Akazien- oder Edelkastanienhonig müssen überwiegend von einer Pflanzenart stammen. Dafür müssen die Bienenvölker zu entsprechenden Wanderplätzen gebracht werden.

Je nach Sorte kristallisiert der Honig unterschiedlich schnell. Rapshonig kristallisiert schon nach einigen Tagen, Akazienhonig erst nach vielen Monaten. Die anderen Sorten liegen irgendwo dazwischen. Kristallisierter Honig wird wieder flüssig, wenn man ihn im Wasserbad erwärmt. Dabei sollten 40 °C nicht überschritten werden, da sonst die wertvollen Enzyme im Honig zerstört werden. Deshalb vermeiden wir Imker unnötiges Erwärmen. Während dem Festwerden rühren wir den Honig täglich. Dadurch erreichen wir eine feinkörnige Kristallbildung - der Honig wird cremig und bleibt streichfähig. 

 

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Wanderkarte nur mit negativer Futterkranzprobe

Seit dem 13.03.26 gilt für den Rheinpfalzkreis eine neue Allgemeinverfügung. Sie wurde im Amtsblatt und auf der Homepage des Rheinpfalzkreises veröffentlicht. Demnach ist für die Ausstellung einer Wanderkarte sowohl eine visuelle Kontrolle der Völker als auch eine Futterkranzprobe durch einen BSV erforderlich. 

Asiatische Hornisse            

Diese invasive Art ist wesentlich schädlicher für unsere Honigbienen und andere Insektenarten als unsere europäische Hornisse. Sie läßt sich leicht von der einheimischen Art unterscheiden: Das Insekt ist fast schwarz, hat einen orangenen Ring am Hinterleib und gelbe Beine. Die asiatische Hornisse jagt Insekten, vor allem Honigbienen. Sie fängt die heimkehrenden Bienen vor dem Flugloch ab. Da die Kolonien der asiatischen Hornisse viel größer werden als die der einheimischen Hornissen, vernichten sie viel mehr Honigbienen und andere Insekten. Aber auch reife Früchte und Honig sind sehr begehrt.

Einige Imkerkollegen mußten ihre Bienenvölker wegen des neuen Schädlings an andere Standorte bringen, nachdem sie schon Völker verloren hatten. Im Herbst stellen die Bienenvölker bei Temperaturen unter 10 °C den Flugbetrieb ein und ziehen sich zur Wintertraube zusammen. Dann bewachen sie die Fluglöcher auch nicht mehr. Die asiatischen Hornissen fliegen noch bei Temperaturen von 5 C. Sie versuchen dann in die Bienenvölker einzudringen, um an die Vorräte zu kommen. Die Imker sollten jetzt unbedingt die Fluglöcher mit Gittern schützen, so daß die Bienen zwar hindurchkönnen, nicht aber die Hornissen.

Im Sommer befinden sich die ersten Nester in Bodennähe, oft in Hecken und Büschen. Auch für Menschen kann es dann gefährlich werden, nämlich wenn man - ohne es zu ahnen - in die Nähe eines Nestes kommt. Im Spätsommer und Herbst bauen die asiatischen Hornissen Filialnester in Baumkronen. Beim Laubfall sind die großen Nester in hohen Bäumen deutlich zu erkennen. Im Winter lösen sich die Kolonien auf. Die Königinnen überwintern einzeln in Verstecken am Boden und gründen im Frühjahr wieder neue Kolonien.

Neu: Seit Frühjahr 2025 wurde die Bekämpfungspflicht der Asiatischen Hornisse aufgehoben, weil sich die Art schon zu stark verbreitet hat. Die Entfernung der Nester kann also nur von Privatpersonen in Auftrag gegeben werden oder von der Stadt, wenn sich die Nester an besonders kritischen Orten befinden. Wenn man in die Nähe der Nester kommt, werden die Tiere sehr aggressiv. Deshalb sollte man das Entfernen der Nester unbedingt Experten überlassen. 

Das Melden der Nester unterstützt aber weiterhin das Monitoring dieser invasiven Schädlinge. Hier kann man die Nester melden:

https://artenfinder.rlp.de/MeldeaufrufAsiatischeHornisse

Anmeldung der Bienenvölker

Veterinäramt (Kreisverwaltung):
Bienenvölker müssen wie andere Nutztiere zuerst beim Veterinäramt der Kreisverwaltung angemeldet werden. Nach der Anmeldung bekommt man von der Kreisverwaltung eine Betriebsregistriernummer. Wenn sich der Bienenstand nicht an der Wohnadresse des Imkers befindet, erhält man noch eine Standortregistriernummer oder evtl. mehrere. Der Standort des Bienenstandes sollte, wenn er sich in der freien Landschaft befindet, mit den Koordinaten angegeben werden. Diese kann man ermitteln, wenn man den Standort in Google Maps sucht und mit der rechten Maustaste anklickt.

Tierseuchenkasse:
Ausser bei der Kreisverwaltung sind die Bienenvölker auch bei der Tierseuchenkasse anzumelden. Dafür wird die Betriebsregistriernummer benötigt.

Wanderausweis oder Gesundheitszeugnis:
Wenn man mit den Bienen über die Kreisgrenze hinaus wandern will oder Völker verkaufen will, benötigt man eine amtstierärzliche Bescheinigung, daß die Völker als frei von der Krankheit "Bösartige Faulbrut" befunden worden sind. Bei Völkerbewegungen innerhalb des Kreises ist die Bescheinigung nicht erforderlich, aber sehr zu empfehlen. Diese Bescheinigung nennt sich auch Wanderausweis oder Gesundheitszeugnis. Sie gilt bis zum Ende des Jahres und sollte vor Beginn der Bienensaison beantragt werden. 

Für die Ausstellung dieser amtstieräztlichen Bescheinigung muß der Bienenstand vom Bienensachverständigen (siehe Ansprechpartner) auf Faulbrut untersucht werden - visuell oder mit Futterkranzprobe. Vorher ist die Standortregistriernummer des Bienenstandes vom Imker auf dem Formular einzutragen. Nach der Untersuchung der Völker bzw. der Proben wird der Befund zum Veterinär geschickt und kommt - wenn alles in Ordnung ist - unterschrieben zum Imker zurück.

Tipp:
Rechtzeitig um die Registriernummern kümmern! Die Meldeformulare sind unter "Downloads" abgelegt und können dort heruntergeladen werden.

Wichtig:
Achten Sie immer beim Kauf von Bienenvölkern auf ein gültiges Gesundheitszeugnis!

 

 

 

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